SEO Trends 2018 – Mit welchen Hebeln Sie im nächsten Jahr Ihre Conversions steigern


SEO Trends 2018

Haben Sie bereits das Jahr 2017 Revue passieren lassen und einen Ausblick auf 2018 gewagt? Spätestens mit der Ausarbeitung eines Marketing-Plans für 2018 stellt sich die Frage nach den kommenden Trendthemen im Online Business und welche Chancen und Risiken sich für das neue Geschäftsjahr ergeben. Unsere SEO Trends 2018 geben Ihnen gute Anhaltspunkte, wie Sie die Potenziale für sich nutzen und Ihrem Unternehmen zu mehr Erfolg und Umsatzwachstum verhelfen können.

Alle Trends lassen sich dabei unter dem Schlagwort “User Experience” zusammenfassen. User Experience als positive Nutzererfahrung beim Surfen im Web wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor in jeder Branche.

“Mobile first” ganzheitlich betrachtet

Bereits seit 2015 werden mehr Suchanfragen über mobile Endgeräte ausgeführt als über stationäre Geräte. Die Nutzung von Mobilgeräten nimmt dabei tendenziell zu und damit vor allem auch eine sich wandelnde Art und Weise der Nutzung. 57% aller Suchanfragen über Google werden über mobile Endgeräte ausgeführt.

Dieser Wandel erfordert es, die Mobilfreundlichkeit einer Webseite gesondert als einen wesentlichen Rankingfaktor im gesamten Google Algorithmus abzubilden. All die vielfältigen Onpage-Faktoren, die Google jahrelang von Desktop-Geräten analysiert hat und die als Rankingfaktoren ausgearbeitet wurden, werden nun von mobilen Endgeräten bewertet. Die Ladezeiten gesondert für mobile Endgeräte zu betrachten statt von Desktop-Geräten als relevant anzunehmen sei hier nur ein Beispiel.

Mit dem Mobilegeddon im April 2015 begann die Integration. Google arbeitet seitdem kontinuierlich daran, die Komplexität zielsicher in einem Algorithmus abzubilden, der schlussendlich relevante und qualitativ hochwertige Ergebnisse in den SERPs sicherstellt. Daraus bildet sich ein eigener mobiler Index, der aktuell parallel zu dem Desktop-Index besteht.

Zu Beginn 2018 wird erwartet, dass der mobile Index der Hauptindex werden wird. Man kann dann nicht nur von “mobile first”, sondern vielmehr von “mobile only” sprechen. Ob eine Webseite für Kunden ein qualitativ hochwertiges und relevantes Ergebnis darstellt, entscheidet sich dann allein aus der Bewertung der mobilen Webversion.

Was Sie jetzt tun können:

Ein mobile-optimierter Webauftritt kann sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Ob Ihre Webseite den aktuellen Anforderungen genügt, können Sie mit unserer Checkliste für den Mobile First Index prüfen. Diese Liste eignet sich hervorragend, um Maßnahmen abzuleiten, um sich auf den Switch zum mobilen Index vorzubereiten.

Bedenken Sie allerdings, dass auch weiterhin User über stationäre Geräte auf Ihre Webseite gelangen. Ein ganzheitlicher Usability-freundlicher Ansatz, der auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse abzielt, ist bei der Konzeption unerlässlich.

1. Voice Search – Sprachsteuerung verändert die Keyword-Strategie

Die vermehrte Nutzung mobiler Endgeräte verändert langfristig auch die Kommunikation und Informationsbeschaffung. Statt Nachrichten zu tippen, verwenden laut aktuellen Statistiken immer mehr Nutzer die Möglichkeit, Sprachnachrichten zu versenden. Auch in der Suchfunktion geht der Trend dahin, dass Suchbegriffe nicht getippt, sondern zunehmend gesprochen werden. Bereits 20% der gestellten Suchanfragen auf Google werden per Voice Search gestellt – ein Trend der in 2018 weiter ansteigen wird.

Da Menschen sich mit Sprache anders ausdrücken als mit Schrift bzw. Text, lassen sich somit bereits Unterschiede in der Formulierung von Suchanfragen feststellen. Statt kurze, knappe Texteingaben, treten nun längere Wortgruppen oder regelrechte Sätze, Anweisungen oder Fragen hervor, die die Suchanfragen bestimmen. Dieser anhaltende Trend – nicht zuletzt weil die Nutzung digitaler Assistenten immer populärer wird – erfordert eine Neubewertung der SEO Strategie hinsichtlich der fokussierten Keywords.

Was Sie jetzt tun können:

Brainstormen Sie, mit welchen Begriffen eher gesprochen statt geschrieben wird und gehen Sie ähnlich wie bei der herkömmlichen Keyword-Recherche vor. Da eine Keyword-Recherche ohnehin in regelmäßigen Abständen wiederholt und erweitert werden sollte, ist der Jahreswechsel unter Umständen eine willkommene Gelegenheit, noch einmal neue Blickwinkel einzunehmen. Unsere 5 Tipps zur erfolgreichen Keyword-Recherche helfen Ihnen dabei.

2. Features Snippets – Kurze, schnelle Antworten auf Suchanfragen

Sicher kennen Sie bereits die Suchergebnis-Snippets zu Beginn eines Suchergebnisses, in denen in einer Box bereits ein knapp und übersichtlich gestalteter Text, eine Liste oder Tabelle, die Antwort auf Ihr Anliegen bereithält. Die sogenannten Features Snippets oder auch das Ranken auf Platz 0 sind die neuen begehrten Plätze in den Suchergebnissen. Sie stellen Auszüge aus der Webseite dar, können jedoch nicht wie die bekannten Meta Descriptions optimiert werden.

SEO Trends SERP Beispiel

Dieses neue Format verspricht ein neues, bislang noch nicht genutztes Potenzial, bereits in den SERPs mit qualitativem Content die Nutzer zu überzeugen und auf sich aufmerksam zu machen. Spannend bleibt auch, ob und wann das anschließende Feature “People also aks” in der deutschen Suchmaschine ausgerollt wird. Dieses Feature ist bereits in der englischsprachigen Suche im Einsatz und dient dem Zweck, weiterführende Fragen der User direkt in den Suchergebnissen zu beantworten.

Was Sie jetzt tun können:

Bereits mit recht einfachen Maßnahmen lässt sich in der Antwort Box ranken. Analysieren Sie Ihren aktuell bestehenden Content auf die verschiedenen Möglichkeiten, die wir Ihnen in unserem Beitrag zum Ranken auf Platz 0 vorstellen und leiten Sie begleitend dazu mögliche Hinweise für Ihre zukünftige Texterstellung ab. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Internet User immer ungeduldiger werden und Antworten auf Ihre Fragen gerne unkompliziert und konkret erhalten möchten.

3. Künstliche Intelligenz beeinflusst den Google Algorithmus

Die Integration von künstlicher Intelligenz oder auch Rank Brain genannt, wird innerhalb des Google Algorithmus von immer größerer Bedeutung. Die Nutzung der Suchfunktion nimmt mehr und mehr zu und mit ihr auch die Komplexität: Täglich sind 15% aller Suchanfragen für Google komplett neu und noch nie gestellt worden. Selbstlernende Programme interpretieren diese neuen Inhalte und setzen diese selbstständig in Beziehung.

Parallel kristallisiert sich heraus, dass Nutzer Webseiten sehr unterschiedlich bewerten. Verschiedene Einflussfaktoren, wie die Suchintention in Abhängigkeit der Customer Journey oder auch die jeweilige Branche tragen zu einer unterschiedlichen Bewertung bei.

Daraus ergibt sich für Google die Konsequenz, je nach Suchanfrage einen dynamischen Algorithmus anzuwenden als für alle Suchanfragen die gleichen Rankingfaktoren mit demselben Gewicht geltend zu machen. Beispielsweise zählen Bilder und Content bei Reiseportalen mehr,als bei einem Finanzanbieter. Bei letzterem ist beispielsweise eine verschlüsselte Webseite wiederum viel relevanter. Mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz gelingt es Google qualitativ hochwertige Ergebnisse viel schneller in den SERPs auszuliefern, als von Menschenhand.

Was Sie jetzt tun können:

Für gewisse Branchen gibt es bereits Studien, die die vermeintlich relevanten Rankingfaktoren nennen. Eine sichere Quelle ist parallel dazu aber auch der Kunde, mit dem Sie tagtäglich auf unterschiedliche Art und Weise Kontakt haben. Hinterfragen Sie seine Bedürfnisse und vergegenwärtigen Sie sich, dass diese einem ständigen Wandel unterliegen. Regelmäßige Usability-Tests oder auch Analysen der Support-Anfragen helfen dabei, den Kunden zu verstehen.

4. Content Marketing

Der klassische SEO Text mit dem Fokus auf das Integrieren von möglichst vielen passenden Keywords hat mehr und mehr ausgedient. Was zählt ist Content, der von den Nutzern gelesen wird und diese begeistert. Eine gewisse Keyword-Integration gehört nach wie vor dazu, denn Kunden fühlen sich angesprochen, wenn Sie ihre Sprache sprechen.

Zu relevantem Content gehört allerdings noch einiges mehr als nur Text: Um Kunden das zu liefern, wonach sie suchen, können zusätzlich Bilder, Videos oder auch Checklisten, FAQs und neuere Feature wie Chat Bots gezielt eingesetzt werden. Verschiedene Touchpoints, wie zum Beispiel die Webseite, Social Media Kanäle oder Newsletter, leben von einer differenzierten Aufbereitung von Content. Durch das reichhaltige Angebot an Informationen zählen schlussendlich auch Ideen, die sich von der Masse abheben.

Guten Content zu kreieren, setzt demnach voraus, dass man seine Kunden kennt. Sie sollten wissen, wofür sie sich interessieren und mit welchen Informationen sie sich wann und wo entlang der Customer Journey begeistern lassen, damit Sie sie zur Interaktion bewegen und Kunden langfristig binden können.

Was Sie jetzt tun können:

Betrachten Sie die Inhalte auf Ihrer Webseite kritisch. Welche Inhalte werden geklickt, welche nicht? Sorgen Sie für Aktualität, Lebendigkeit und Spannung auf Ihrer Webseite. Beziehen Sie Kundenstimmen in Ihre Überlegungen mit ein und beantworten Sie gezielt den Informationsbedarf, den Kunden zu Ihrem Angebot und darüber hinaus haben. Lassen Sie dabei auch die Gedanken der bereits vorangegangenen SEO Trends 2018 mit in Ihr Konzept einfließen.

5. SSL-Verschlüsselung

Die Verschlüsselung von Webseiten ist genau genommen kein neues Thema, aber Google hält die einen oder anderen Maßnahmen bereit, damit dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät. Seit kurzer Zeit kennzeichnet Google in seinem “Google Chrome” Browser nämlich  Webseiten ohne SSL-Zertifikat noch prominenter als nicht sicher. Damit heben sich verschlüsselte Seiten automatisch weitaus positiver von den nicht-verschlüsselten Seiten ab.

Doch wie ernst sollten Sie dieses Thema nehmen? Aktuellen Browser Statistiken zufolge nutzt jeder dritte User in Deutschland Google Chrome zum Surfen. Sollten Sie bislang noch nicht auf eine sichere Verbindung setzen, zögert unter Umständen ein Drittel Ihrer Website-Besucher, beispielsweise persönliche Daten in Kontaktformulare einzugeben. Mit der aktuellen Umstellung kann dies sinkende Conversions zur Folge haben.

Sollte Google dazu tendieren, Webseiten auch in den SERPs noch offensichtlicher als unsicher auszuweisen, werden weniger Nutzer auf Ihre Suchergebnisse klicken. Durch weniger Traffic wird auch hierdurch die Anzahl der Conversions sinken. Dieser Impact wird relevanter, je sensibler die Kundendaten sind, die über Formularfelder eingegeben werden sollen. Kunden im Finanzbereich sind bei Eingaben von Bankdaten durchaus kritischer als Kunden, die auf einem Reiseportal lediglich einen Kommentar hinterlassen wollen.

Was Sie jetzt tun können:

Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter, von denen man SSL-Zertifikate beziehen kann. Mit einer gewissen technischen Expertise gelingt der Einbau auch mit kostenfreien SSL-Zertifikaten von Let´s Encrypt, so dass es jedem Webseitenbetreiber möglich sein sollte, SSL-Zertifikate auf der eigenen Webseite einzubinden.

3 Bonus Tipps für Ihren Unternehmenserfolg in 2018

1. Bleiben Sie auf dem neuesten Stand

Die neuesten Trends und Veränderungen werden kein weiteres Jahr auf sich warten lassen. Bleiben Sie auf dem neusten Stand und informieren Sie sich in relevanten Blogs, in Ihrem Online Marketing Team, im Social Web oder bei Ihrem Dienstleister.

2. Networking & Inbound Marketing

Ihre SEO Maßnahmen werden erfolgversprechender, wenn diese nicht nur Ihr SEO Manager oder Ihr Webmaster für Sie umsetzt. Vernetzen Sie sich mit verschiedenen Abteilungen und tragen Sie die Grundgedanken der Suchmaschinenoptimierung in Ihr Unternehmen. Widerlegen Sie die langjährige Meinung, man optimiere nur für Google und rücken Sie stattdessen das Leitbild der User Experience in den Mittelpunkt. Je mehr Kollegen Sie von dem Grundgedanken überzeugen können, desto handhabbarer werden die Maßnahmen für Sie sein.

Vergessen Sie daneben nicht, auch die Marke Ihres Unternehmens in ein positives Licht zu rücken. Wenn Sie Ihre Kunden erreichen wollen, fangen Sie bei Ihren Mitarbeitern an. Denn auch ein positives Markenbild wird Ihnen tendenziell bessere Rankings einbringen.

3. Analytics

Behalten Sie Metriken wie die Absprungrate, Sitzungsdauer und Conversions im Blick, um zu bewerten wie Kunden mit Ihrem Angebot interagieren. Stellen Sie fest, wie sich eine erfolgreiche Interaktion mit dem Kunden in Zahlen ausdrücken lässt, um im Folgenden Erfolg oder auch Misserfolg eindeutig bewerten zu können.

Die SEO Trends 2018 offenbaren verschiedene Stellschrauben, um den Erfolg für das Jahr 2018 weiter auszubauen. Die fokussierten Maßnahmen sind dabei weniger techniklastig, sondern mehr am User orientiert. Mit einer verbesserten “User Experience” im Fokus scheint das kommende Jahr ein sehr spannendes Jahr zu werden, in dem insbesondere kreative Ansätze zählen. Nehmen Sie die Herausforderung für 2018 an und lassen Sie das Jahr zu Ihrem Jahr werden. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ziele zu setzen und zu erreichen.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.